Kinder mit ADHS oder ADS begegnen der Welt oft auf eine andere Weise. Sie nehmen ihre Umgebung intensiver wahr, entdecken Zusammenhänge, die anderen entgehen, denken ungewöhnlich, handeln spontan oder versinken ganz in ihren Gedanken. Sie begeistern sich mit großer Leidenschaft für das, was sie interessiert, und bringen häufig eine besondere Lebendigkeit, Kreativität und Originalität mit.
Doch genau diese besondere Art der Wahrnehmung führt im Alltag häufig zu Missverständnissen. Was von außen als Unruhe, Ablenkbarkeit, Impulsivität oder Verträumtheit erscheint, ist oft Ausdruck einer Filterstörung: Reize können nicht ausreichend geordnet und gewichtet werden. Geräusche, Bewegungen, Gedanken und Gefühle drängen gleichzeitig in den Vordergrund. Das Gehirn muss deutlich mehr Informationen gleichzeitig verarbeiten als bei anderen Kindern.
Wer Kinder mit ADHS oder ADS verstehen möchte, muss deshalb hinter das Verhalten schauen.
In meiner Arbeit lade ich dazu ein, die Welt aus der Perspektive des Kindes zu betrachten. Was bedeutet es, wenn Reize ungefiltert auf ein Kind einströmen? Warum geraten manche Kinder immer wieder in Konflikte, obwohl sie sich so sehr bemühen? Warum wirken andere still und unauffällig, obwohl sie innerlich täglich an ihre Grenzen kommen?
Wer ADHS oder ADS ausschließlich über seine Schwierigkeiten betrachtet, übersieht häufig die Stärken dieser Kinder.
Viele Kinder mit ADHS oder ADS sind kreativ, ideenreich, humorvoll, intuitiv, ehrlich, empathisch und besitzen eine außergewöhnliche Begeisterungsfähigkeit. Sie stellen Fragen, denken quer, finden neue Lösungen und bringen Perspektiven ein, die anderen oft verborgen bleiben. Werden diese Stärken erkannt und gefördert, können sie zu wertvollen Ressourcen für das Kind und sein Umfeld werden.
Mein Anliegen ist es, Eltern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften einen neuen Blick auf diese Kinder zu eröffnen.
Denn Verstehen verändert den Umgang.
Wenn wir erkennen, warum ein Kind so handelt, wie es handelt, können wir es anders begleiten. Aus Bewertung wird Verständnis. Aus Verständnis entstehen Vertrauen, tragfähige Beziehungen und neue Möglichkeiten der Entwicklung.
Veränderung beginnt oft nicht beim Kind, sondern mit einem neuen Verständnis der Erwachsenen.
Eltern von Kindern mit ADHS oder ADS erleben ihren Familienalltag häufig zwischen Sorge, Erschöpfung und dem Wunsch, ihrem Kind gerecht zu werden. Wiederkehrende Konflikte, Unsicherheiten und das Gefühl, an Grenzen zu stoßen, können die Beziehung zum eigenen Kind belasten.
In meiner Beratung geht es deshalb zunächst nicht darum, das Verhalten des Kindes zu verändern. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Verstehen.
Gemeinsam betrachten wir die besondere Wahrnehmung Ihres Kindes, seine Bedürfnisse, seine Stärken und die Ursachen seines Verhaltens. Wenn Eltern erkennen, warum ihr Kind so handelt, wie es handelt, entstehen häufig neue Sichtweisen und neue Möglichkeiten, den Familienalltag gelassener zu gestalten.
Als zertifizierte ADHS-Elterntrainerin begleite ich Eltern dabei, Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind zu gewinnen und passende Strategien für den Alltag zu entwickeln. Die Beratung verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen mit praktischen Anregungen und orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen jeder Familie.
Mein Ziel ist es, Eltern zu stärken, die Beziehung zu ihrem Kind zu vertiefen und gemeinsam Wege zu finden, auf denen sich Kinder verstanden fühlen und ihr Potenzial entfalten können.
Denn wenn Eltern ihr Kind besser verstehen, verändert sich der Umgang miteinander. Aus Unsicherheit entsteht Orientierung. Aus Konflikten wächst Vertrauen. Und genau dort kann sich Entwicklung entfalten.
Kinder mit ADHS oder ADS werden im pädagogischen Alltag häufig über ihr Verhalten wahrgenommen. Doch wer Kinder wirklich verstehen möchte, braucht mehr als einzelne Handlungstipps – er braucht ein Verständnis dafür, warumKinder so handeln, wie sie handeln.
In meiner Fortbildung vermittle ich ADHS und ADS auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und verbinde diese mit einer personzentrierten Sichtweise. Gemeinsam betrachten wir die neurobiologischen Grundlagen, die Filterstörung, das multifaktorielle Entstehungsmodell sowie die Auswirkungen auf Aufmerksamkeit, Selbststeuerung und den Alltag der betroffenen Kinder.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Perspektivwechsel: Verhalten wird nicht vorschnell bewertet, sondern als Ausdruck der individuellen Erlebniswelt des Kindes verstanden. Dadurch entsteht ein neuer Blick auf die Herausforderungen, aber auch auf die Stärken von Kindern mit ADHS oder ADS.
Die Fortbildung verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen mit vielen Beispielen aus der Praxis. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit betroffenen Kindern zu gewinnen und neue Handlungsmöglichkeiten für Schule, Kindertagesstätte und pädagogischen Alltag zu entwickeln.
Die Teilnehmenden lernen, Verhalten neu einzuordnen, Stärken zu erkennen und Kinder mit ADHS oder ADS so zu begleiten, dass Lernen, Beziehung und Entwicklung gelingen können.
Als Referentin gestalte ich meine Fortbildungen praxisnah, anschaulich und dialogorientiert. Neben fachlichem Wissen stehen viele Beispiele aus dem pädagogischen Alltag sowie der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt.
ADHS aus personzentrierte Sicht - Mit anderen Augen sehen
Kinder mit ADHS werden häufig über ihre Symptome beschrieben. In dieser Fortbildung richtet sich der Blick auf den Menschen hinter dem Verhalten.
Ausgehend von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen vermittelt die Fortbildung ein Verständnis dafür, wie Kinder mit ADHS ihre Umwelt wahrnehmen und erleben. Die neurobiologischen Grundlagen, die Filterstörung sowie das multifaktorielle Entstehungsmodell bilden dabei die fachliche Basis.
Darauf aufbauend eröffnet die personzentrierte Sichtweise einen Perspektivwechsel: Nicht die Frage „Wie kann ich das Verhalten verändern?“ steht im Mittelpunkt, sondern „Wie erlebt das Kind seine Welt – und was braucht es, um sich entwickeln zu können?“
Die Teilnehmenden lernen, Verhalten neu einzuordnen, die Stärken von Kindern mit ADHS wahrzunehmen und ihre pädagogische Haltung bewusst zu reflektieren. So entstehen neue Handlungsmöglichkeiten für einen wertschätzenden und entwicklungsfördernden Umgang im schulischen und pädagogischen Alltag.
Jede Einrichtung hat ihre eigenen Fragestellungen und Bedürfnisse. Deshalb entwickle ich auf Wunsch individuell zugeschnittene Fortbildungen, Vorträge und Workshops, die sich an den Themen Ihrer Schule, Kindertagesstätte oder pädagogischen Einrichtung orientieren.
Gemeinsam gestalten wir ein Angebot, das zu Ihrem Team, Ihrem pädagogischen Alltag und Ihren Zielen passt.
Praxis für integrative Lerntherapie
Gabriele Gutsche
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36037 Fulda
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